Gott ist NICHT tot – Oder was für ein rechtschaffenster Christ ich bin

Der Film ist eine Art von Nahrung für die Seele, wenn es um “Feel Good” Filme geht. Ich glaube, dass die Überzeugungen eines jeden Christen durch den Film bestätigt werden. Offensichtlich hatten die Produzenten dieses Filmes von vornherein dieses Ziel im Kopf gehabt. Ich selbst, der sündenvolle Heide, habe ich mit der christlichen Botschaft des Filmes ein bisschen erfreut! (sowohl wenn ich mich schuldig dabei fühlte).

Zusammenfassend geht es um einem Studenten, der die Existenz Gottes seinem Philosophielehrer vor seiner Klasse mit soliden (im Film eher schwammigen) Argumenten beweisen muss.

Eines muss ich zugeben: Der Film ist gut.

Er ist gut strukturiert und geschrieben sodass selbst ein Filmfreak, wie ich selbst bin, sich dabei emotionel berührt fühlt. Man kann sich nicht über die Leistung der Schauspieler im Film beschweren.

Trotz des schmeichelhaften Lobes, sind viele, und ich meine viele, Kritiken von anderen Zuschauer gegen den Film gerichtet. Nachdem ich den Film angesehen habe, kann ich mir genau ein Bild machen, warum so viele Menschen eine Gegenreaktion ausgedruckt haben.

Obwohl im Film alles schön und christliche und fromm dargestellt wird, hat man am Ende immer das Gefühl, dass nur das Christentum die Rettung unseres elendigen Lebens ist. Besonders wenn man sich als Agnostisch oder als Atheist identifiziert.

In diesem Film sind fast alle nicht christlichen Menschen entweder als vollkommene Arrogante oder als oberflächige Personen auf die Leinwand entgegengebracht. Die Botschaft von “Gott ist nicht tot” ist einfach: “entweder glauben Sie an Gott oder sind Sie ein unglückliches geistloses Wesen”.

Das ruiniert den Ruf des Filmes und verdirbt seinen Zweck als evangelisierendes Werkzeug. Hingegen ist er in eine goebbelshafte Propaganda umgewandelt. Wenn Ungläubige als debile Menschen repräsentiert werden, brauchen sich die Produzenten nicht selbst zu fragen, warum der Film solche Missbilligung verursacht.

Meines persönlichen Erachtens ist es nicht wichtig gläubig zu sein, um tägliche gute Taten zu begehen. Leider versucht “Josh”, die Hauptfigur des Filmes, seine Klasse zu überreden, dass die Existenz Gottes notwendig für das Gute im Menschen ist.

Ausserdem im Film gibt es keine richtige Debatte zwischen einem Atheisten und einem Theisten. Was eigentlich auf der Leinwand gezeigt wird, ist die Unterhaltung zwischen einem Christen und einem Renegaten, der im Laufe des Filmes nur überzeugt sein will.

Wenn Sie ein Christ sind und einen guten Abend haben wollen, schauen Sie ihn an. Aber wenn sie mit billigen Propaganda nicht zufrieden sind, schauen Sie was tausend mal besseres an.

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